Windhof
Der Windhof bezeichnet das zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaute Jagd- und Lustschloss, das auf Veranlassung von Graf Johann Ernst östlich des Weilburger Schlosses auf der Taunushöhe errichtet wurde.
Der Name „Windhof“ taucht erstmals 1671 auf. Zuvor finden sich unterschiedliche Bezeichnungen, darunter „Winthusen“ (erste Erwähnung 1327), „Windhusen“, „Wymtusin“ und „Winthausen“. Mit hoher Wahrscheinlichkeit geht der Name auf die exponierte Lage der Anlage zurück: Auf der freien Hochfläche war der Hof den Winden aus allen Himmelsrichtungen ungeschützt ausgesetzt.
Bis zur Übertragung des Besitzes an die Nassauer Grafen wurde der Hof von verschiedenen Pächtern bewirtschaftet, die auch dort lebten. Ab 1713 ließ Graf Johann Ernst schließlich ein repräsentatives Landschloss errichten.
Das Schlossensemble besteht aus drei Gebäuden: dem zentralen Herrenhaus und zwei Seitenflügeln, deren Enden jeweils von Pavillonbauten markiert werden. Hinter dem Herrenhaus entstand ein großzügiger Garten. Die gesamte Anlage wurde auf den Turm der Schlosskirche ausgerichtet. Heute verhindert ein dichter Baumbestand den direkten Blick vom Schloss zum Windhof.
Seit 1963 dient der Windhof als Wohnheim sowie als Veranstaltungsort der Techniker Akademie Weilburg.