Schloss & Schlossgarten Weilburg
Hoch über der Lahn auf einem markanten Bergsporn gelegen, zählt das Schloss Weilburg zu den bedeutendsten barocken Schlossanlagen Hessens. Seine Wurzeln reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle eine mittelalterliche Burg errichtet wurde.
Mit der Erbteilung des Hauses Nassau im Jahr 1255 fiel Weilburg an die walramsche Linie. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Stadt zur Residenz, was den Umbau der Burg zu einem repräsentativen Schloss erforderte.
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16. Jahrhundert: Graf Philipp III. von Nassau-Weilburg ließ eine Vierflügelanlage im Renaissancestil errichten.
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Die Arbeiten wurden von seinen Nachfolgern Albrecht und ab 1661 Friedrich fortgesetzt.
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Anfang des 18. Jahrhunderts ließ Graf Johann Ernst das Schloss zur barocken Residenz erweitern – mit Nebengebäuden, einer Schlosskirche und einem prachtvollen Garten.
Obwohl Karl August von Nassau-Weilburg die Residenz 1737 nach Kirchheimbolanden verlegte, blieb Weilburg Regierungssitz. Nach der Vereinigung der Linien zum Herzogtum Nassau (1806) und späteren Eingliederung in Preußen, blieb das Schloss im Besitz des Großherzogs von Luxemburg – bis es 1935 durch den preußischen Staat zurückgekauft wurde.
Heute erlebbar:
Die prachtvollen, original erhaltenen Innenräume und die barocke Gartenanlage mit Orangerie lassen den Glanz vergangener Jahrhunderte lebendig werden.
Schloss und Garten sind ganzjährig zu besichtigen.