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Archiv des Rathauses

20 Jahre Förderverein Kreiskrankenhaus Weilburg

Samstag, 13. Mai 2017, 10.30 Uhr, Kreiskrankenhaus Weilburg

Nur der Mensch ist wichtig!

Sehr geehrter Herr Geschäftsführer Peter Schermuly,
liebe Krankenhausgemeinde,
sehr geehrter Herr Vorsitzender Heinz Pfeiffer,
sehr geehrte Herren Landtagsabgeordnete Tobias Eckert, Andreas Hofmeister und Joachim Veyhelmann,
sehr geehrter, lieber Herr Landrat Wolfgang Schuster,
sehr geehrter Herr 1. Kreisbeigeordneter Helmut Jung,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

Glückwunsch an den Förderverein Kreiskrankenhaus Weilburg zum 20. Geburtstag und an den Vorsitzenden Herrn Heinz Pfeiffer zur Verleihung des Landesehrenbriefes Hessen.

Die mir gestellte Aufgabe lautet: „Die Geschichte der Weilburger Krankenhaus-versorgung sowie die Bedeutung von Krankenhaus und Förderverein“.

Wenn ich an die Gesundheit unserer Menschen in der Stadt Weilburg an der Lahn denke, dann denke ich an unser Krankenhaus, an Haus- und Fachärzte, ambulante Dienste, Krankenkassen und manches mehr. Ich denke aber auch an Luft und Wasser, an Lebensqualität.

Gesundheit ist höchst wichtig, Gesundheit ist eines der zentralen Themen des 21. Jahrhunderts neben Wohnen, Reisen, Digitalisierung und soziale Sicherung.

In unserer Stadt bestehen neben dem Kreiskrankenhaus, dem Ärztehaus am Krankenhaus, niedergelassenen Hausärzten, Fachärzten, vier Apotheken, ein Altenpflegeheim, Notarzt und Rettungsdienst, ambulanten Pflegediensten, Krankentransport, und manches mehr.

Wir Weilburger sind unterwegs, medizinische Versorgung ist eine zentrale Position der Stadtentwicklung: Gleich zwei Ärztehäuser sind nicht nur Thema, sondern auch in Arbeit, und manches mehr. Medizinische und pflegerische Versorgung sind ein zentrales Thema für die Stadt Weilburg an der Lahn, dabei unabhängig bleiben. Die Altstadt steht ebenso auf der Tagesordnung wie die Stadt insgesamt.

Auf Initiative von Herrn Heinz Pfeiffer, damals Redaktionsleiter des Weilburger Tageblattes, und mir wurde am 18. Mai 1997 der Förderverein Kreis-krankenhaus Weilburg gegründet. Bereits bei der Gründung bat ich Herrn Pfeiffer, die Verantwortung zu übernehmen, gleichzeitig sagte ich ihm zu, 2017 einzusteigen.

Verantwortung ist immer eine Frage der Ehrlichkeit! Gestern liegt hinter uns, heute leben wir und für morgen sind wir verantwortlich!

Nehmen wir die Krankenhausversorgung unserer heimischen Bevölkerung in den Blick, dann sprechen wir über folgende Daten und Fakten:
• Bereits vor dem 18.Jahrhundert bestand in Weilburg ein Hospital, nicht selbstverständlich für die damalige Zeit.
• 1833: Städtisches Hospital an der Weilstraße, 1846 Anbau „Krätzehospital“
• 1905: Einweihung des städtischen Auguste-Viktoria-Krankenhauses in der Frankfurter Straße am 1. Mai 1905, 27 Betten, 1951: 140 Betten, städtisches Krankenhaus, 1. April 1961 Verkauf an den Oberlahnkreis
• 1944 Infektionskrankenhaus am Webersberg
• In den Zeiten der Weltkriege bestanden Hospitale in Weilburg.
• 1974 Inbetriebnahme KreiskrankenhausWeilburg, Am Steinbühl, Einweihung am 30. Mai 1974
• Kreiskrankenhaus Weilburg heute: 6.800 Patienten stationär, 800 ambulante Operationen, 15.000 ambulante Patienten, rund 500 Mitarbeiter, 60 Ausbildungsplätze

Die medizinische Versorgung und die medizinischen Angebote sind ein wesentlicher Standortfaktor für Weilburg und werden weiter an Bedeutung gewinnen: Hausärzte, Fachärzte, Ärztehäuser, Notarzt, Krankenhaus, ambulante Dienste, Altenpflegeheim und manches mehr prägen mittlerweile den Standort Weilburg, leisten Hilfe für Menschen. Die Zahl der Ärztehäuser wird in den kommenden Monaten und Jahren deutlich steigen, unser Kreiskrankenhaus wird dabei und darüber hinaus an Bedeutung gewinnen, aber auch Tagespflege steht auf der Tagesordnung.

Unser Kreiskrankenhaus Weilburg ist mit seinen rund 500 Arbeitsplätzen, seinen Patienten und Leistungen ein großer Aktivposten für unsere Stadt, ja ein entscheidender, Ort der medizinischen Versorgung einerseits, Wirtschafts-faktor andererseits.
Die Krankenpflegeschule im Herzen unserer Stadt gewinnt zunehmend an Bedeutung, weist gute Perspektiven auf, kann noch wachsen, auch in ihrer Bedeutung für die Altstadt.
Unser Kreiskrankenhaus ist ein Segen für die Stadt Weilburg an der Lahn und die Oberlahnregion.
Die Trägerschaft durch den Landkreis muss dauerhaft fortgesetzt werden, die Stadt muss dafür Hüter bleiben, im Notfall einspringen, klar und entschlossen Farbe bekennen.
Ich kann mir unsere Stadt ohne das Kreiskrankenhaus nicht vorstellen!
Eine Politik, die unser Kreiskrankenhaus in eine andere Trägerschaft führen will oder zum Spielball egoistischer Interessen machen will, ist dauerhaft und nachhaltig eine klare und entschiedene Absage zu erteilen! Nein! Wir sind für die Menschen und unsere Heimat! Und unser Kreiskrankenhaus ist ein entscheidendes Stück Heimat der Oberlahnregion, ist ein Garant des Lebens! Wer von Heimat spricht, muss auch Heimat leben!

Am 18. Mai 1997 wurde auf Initiative von Herrn Heinz Pfeiffer und mir der Förderverein Kreiskrankenhaus Weilburg gegründet. Gott sei Dank! Dies war damals die richtige Entscheidung und Handlung, die Zeit hat uns bestätigt. Von ganzem Herzen danke ich Herrn Heinz Pfeiffer und allen Mitstreitern für die Erfolgsgeschichte des Fördervereins und damit unseres Kreiskrankenhauses. Der Einsatz für das Ärztehaus am Krankenhaus hat unsere gemeinsame Leistungskraft aufgezeigt, auch künftig werden wir klar Farbe bekennen. Unser Kreiskrankenhaus Weilburg ist Chefsache aller Menschen der Oberlahnregion!
Oberlahner und ein Mensch des Landkreises Limburg-Weilburg ist nur der, der sich für unser Kreiskrankenhaus Weilburg einsetzt, für den die Trägerfrage kein Thema ist.

Gleichzeitig ist für mich unstrittig, dass unser Kreiskrankenhaus Weilburg bei der Gewinnung der Zukunft auf Partner angewiesen ist. Daher bin ich höchst dankbar, dass mein Freund Landrat Wolfgang Schuster (Lahn-Dill-Kreis) heute unter uns weilt. Mit der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil (Landkreis Limburg-Weilburg und Lahn-Dill-Kreis) sowie Lahntaltourismusverband und Geopark Westerwald-Lahn-Taunus haben wir bewiesen, dass ein gemeinsamer Weg der beiden Landkreise ein guter Weg für die Menschen und die Region ist.

Hier im Kreiskrankenhaus Weilburg erlebten meine Frau und ich mit der Geburt unserer Tochter Katharina ein privates Weltereignis und im Kreiskrankenhaus Wetzlar erlebten wir mit der Geburt unserer Enkeltochter Johannna ein weiteres privates Weltereignis, soviel zum Stichwort Krankenhäuser im Lahntal aus privater Sicht.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, unser Kreiskrankenhaus ist ein Segen!
Der Förderverein des Kreiskrankenhauses Weilburg ist eine unverzichtbare Kraft für Krankenhaus und Heimatregion geworden! Wir für uns!

Dem Kreiskrankenhaus Weilburg und dem Förderverein des Kreiskranken-hauses Weilburg wünsche ich von Herzen alles Gute! Mein Dank gilt der Krankenhausgemeinde und dem Förderverein!

Weilburg an der Lahn, 13. Mai 2017

Hans-Peter Schick
Bürgermeister

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