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Aktuelles aus dem Rathaus

Radstätte informiert über Weilburgs Sehenswürdigkeiten - Weitere Radstätte reiht sich in Kette des Radwegs Deutsche Einheit von Bonn nach Berlin

Weilburg, im Dezember 2021

Unterhalb des Weilburger Bahnhofs, direkt am Oberlahnbad, reiht sich von nun an auch in Weilburg eine Radstätte in die Kette des Radwegs Deutsche Einheit. Auf einer 1.100 km langen Strecke verbindet der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geschaffene Radweg Deutsche Einheit (RDE) Bonn und Berlin und seit einigen Wochen gehört auch die in Weilburg errichtete Radstätte dazu. Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch stellte die Radstätte gemeinsam mit Projektkoordinator Helge Fröhlich, der eigens aus Berlin zur Eröffnung nach Weilburg gekommen war, vor. Auch der Erste Stadtrat Heinz Schweitzer, die Magistratsmitglieder Lothar Grollius, Dieter Langer und Matthias Knaust, Ortsbeiratsmitglied Thomas Schmidt, Bauausschussvorsitzender Wolfgang Gerhardt, Julian Schwarze von den Stadtwerken Weilburg sowie aus dem Weilburger Rathaus Elena Weber von der Tourist-Information, Bauamtsleiter Roger Schmidt und Mitarbeiter Gerson Kiefer und IT-Verantwortlicher Lucas Biedermann waren zu dem Pressetermin gekommen.

Die Radstätte liegt nicht nur in Bahnhofsnähe, sondern auch direkt am Fernradweg R7, dies sei auch einer der Gründe für den gewählten Standort, wie Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch ausführte. „Es ist eine Anlaufstelle für alle Besucher, die hier ankommen – ob mit dem Rad, zu Fuß oder Bus und Bahn. Hier erhalten Besucher eine historische und geografische Orientierung und werden auf alle Sehenswürdigkeiten der Stadt aufmerksam gemacht“, sagte der Bürgermeister. Die Radstätte soll Lust auf Weilburg machen und dafür sorgt ein Infopanel mit gedruckten Texten und Bildern über Schloss und Schlossgarten, Bergbau- und Stadtmuseum sowie zur historischen Altstadt. Ein digitales Informationsterminal enthält Informationen zu Hotels, Restaurants, Ärzten und weiteren Sehenswürdigkeiten. Zudem gibt es einen Hotspot für kostenloses WLAN. Für eine Pause steht eine überdachte Sitzbank mit Beleuchtung zur Verfügung. E-Biker können ihre Batterien in den Schließfächern der Radstätte aufladen, die sie mit einer eigenen Pin-Nummer sichern können. Die Anleitung für das Auswählen des eigenen Codes ist in den Schließfächern zu finden und während der Akku lädt, kann die Zeit für einen Spaziergang in die nur 5 Gehminuten entfernte Altstadt genutzt werden.

Projektkoordinator Helge Fröhlich erläuterte, dass die Radstätten der touristischen Belebung ihrer jeweiligen Standorte dienen, so seien die Rückmeldungen der 20 Standorte mit einer Radstätte. Dabei sind rund die Hälfte der Radstätten allein in Hessen verteilt, hier sei die Bereitschaft die Radstätte errichten zu lassen, am größten gewesen. Die Kosten von 300 000 Euro trägt alleine der Bund; für Pflege und Unterhaltung muss jedoch die Stadt Weilburg als Eigentümerin aufkommen, wie Bürgermeister Dr. Hanisch erläuterte. Eigentlich sei die Radstätte schon früher ins Auge gefasst worden, doch der Neubau des Oberlahnbads und der neuen Lahnbrücke hätten eine spätere Realisierung sinnvoll erscheinen lassen. Dafür seien bereits beim Neubau des Oberlahnbads notwendige Stromkabel auch zur Radstätte verlegt worden, wie Julian Schwarze von den Weilburger Stadtwerken berichtete. „Die Radstätte ist ein wichtiger Bestandteil der Investitionen in die Radinfrastruktur in Weilburg, die wir in den letzten Jahren durch die Radwegerampe am Ahäuser Weg, den neuen Eisernen Steg für Radfahrerinnen und Radfahrer, die neue Radfahrrampe an der alten Steinernen Brücke und das Radverkehrskonzept investiert haben“, sagte Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch abschließend.

Entlang der Route können Zweiradfahrer erleben, wie die Vereinigung des Landes zustande gekommen ist und welche Fortschritte dabei insbesondere in den vergangenen Jahren gemacht wurden. So jedenfalls die Zielsetzung der Route, die 2015 anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Deutsche Einheit ins Leben gerufen wurde und seit 2016 auch befahrbar ist. Umgesetzt wurde der RDE in Zusammenarbeit mit den Ländern Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz. Er führt auf 20 Etappen von Bonn nach Berlin und steht symbolisch für das Zusammenwachsen Deutschlands. Entlang des Radwegs entstehen seit 2018 moderne Radstätten mit freiem WLAN und digitalen Informationen. Der Radweg Deutsche Einheit verknüpft Radtourismus mit Digitalität und Elektromobilität und trägt so zu einem neuartigen Radfahrerlebnis bei. Er vereint die Freude am technischen Fortschritt mit dem Erlebnis von Natur, Kultur und Geschichte. Weitere Infos unter www.radweg-deutsche-einheit.de

Über die Inbetriebnahme der Radstätte in Weilburg freuen sich: (v. r.) Lothar Grollius, Dieter Langer, Heinz Schweitzer, Helge Fröhlich, Dr. Johannes Hanisch, Matthias Knaust, Thomas Schmidt, Roger Schmidt, Gerson Kiefer, Elena Weber, Lucas Biedermann, Julian Schwarze und Wolfgang Gerhardt.
 
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