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Aktuelles aus dem Rathaus

Weilburg hat jetzt eine Schutzfrau vor Ort - Sicherheitsinitiative KOMPASS richtet mit Tanja Geibert weiteren Baustein in Weilburg ein

25. Oktober 2021

WEILBURG. Die Stadt Weilburg hat als KOMPASS-Kommune ab sofort eine Schutzfrau vor Ort. Bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch, Kriminaldirektor und Leiter der Polizeidirektion Limburg-Weilburg Marcus Brambach, dem Leiter der Weilburger Polizeistation Rainer Becker, dem Büroleitenden Beamten Martin Höhler und der stellvertretenden Leiterin des Weilburger Ordnungsamtes Anna-Lena Eisel, wurde Polizeibeamtin Tanja Geibert als Schutzfrau vor Ort für die Stadt Weilburg vorgestellt.

„Das Projekt KOMPASS, dem mittlerweile 96 Kommunen angehören, gibt es so nur in Hessen“, berichtete Marcus Brambach. Wesentlicher Baustein des Projektes sei die Einrichtung eines Schutzmannes oder einer Schutzfrau vor Ort, die durch die Vor-Ort-Komponente als direkte Ansprechperson das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung stärken soll. Das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger stelle schließlich einen besonderen Gradmesser für den Erfolg polizeilicher Arbeit dar und sei in besonderem Maße durch eine wahrnehmbare und vor allem bürgernahe Präsenz der Polizei geprägt, fügte Brambach weiter an. „Ansprechpartnerin, Kommunikatorin, Netzwerkerin, Beraterin, Schlichterin, Freundin und Helferin“, das möchte Tanja Geibert für die Bevölkerung in und um Weilburg sein. Geibert war bereits seit 1999 immer wieder an der Polizeistation in Weilburg im Dienst und wird fortan das Gesicht der Weilburger Polizei sein. Sie möchte sich die Zeit nehmen für alle Belange und plant neben einer regelmäßigen Fußstreife auch eine Sprechstunde im Weilburger Rathaus einzuführen. „Ich freue mich darauf, zukünftig ein offenes Ohr für die Menschen in Weilburg haben zu können, um dadurch weiter auf die Bedürfnisse und Sorgen der Bevölkerung einzugehen", sagte die Polizeibeamtin und lobte auch die gute Zusammenarbeit und die kurzen und direkten Wege mit dem städtischen Ordnungsamt.

„Wir sind sehr dankbar den Weg gemeinsam gestartet zu haben“, sagte Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch. Die Stadtverordnetenversammlung habe vor rund drei Jahren die Teilnahme am Projekt KOMPASS einstimmig beschlossen und das sei eine sehr gute Entscheidung gewesen. Dr. Hanisch dankte auch der Hessischen Landesregierung und dem Hessischen Minister des Inneren und für Sport, Herrn Peter Beuth. Die Politik habe rechtzeitig erkannt, dass die Polizei mit der bürgernahen Präsenz für mehr Sicherheitsempfinden sorgt und mit dem Projekt KOMPASS habe sie den richtigen Weg eingeschlagen. Die Verbindung zwischen der Kommune und der Polizei wird so im Sinne des Bürgers verbessert und die Zusammenarbeit gestärkt. Eine Kleinstadt habe zwar den Vorteil, dass man sich untereinander kennt und kurze Wege hat, die Herausforderung sei jedoch, dass auch in einer Kleinstadt städtische Strukturen herrschen mit vielen Einpendlern, darunter auch rund 4.000 Schülerinnen und Schülern täglich. Auch wenn es keine „Kriminellen Hotspots“ gebe, spüre man immer wieder, dass sich gesellschaftliche Strukturen und Rahmenbedingungen geändert hätten. Auch das Ordnungsamt der Stadt Weilburg wird eng mit Tanja Geibert zusammenarbeiten, sodass die Anliegen der Bevölkerung schnell die richtigen Adressaten erreichen werden.

Fragen und Termine für die Sprechstunde können telefonisch unter 06471-938611 und per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerichtet werden.

Der "Schutzmann vor Ort" bzw. die „Schutzfrau vor Ort“ ist ein wesentlicher Baustein des vom Hessischen Innenministerium initiierten KOMPASS-Projektes, bei dem gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Kommunen und den lokalen Sicherheitspartnern passgenaue Lösungen für die Probleme vor Ort erarbeitet und entsprechende Sicherheitsarchitekturen individuell weiterentwickelt werden sollen. Durch die täglichen Begegnungen auf der Straße, die Vernetzung zu örtlichen Vereinen und Institutionen sowie die Teilnahme an lokalen Veranstaltungen, gehören sie zum Ortsbild der Kommunen. In ihrer Funktion sind sie in vielen Bereichen der Prävention beratend tätig oder vermitteln spezielle Hilfsangebote. Weilburg wurde als vierte Kommune im Landkreis Limburg-Weilburg in 2020 als KOMPASS-Kommune im Polizeipräsidium Westhessen begrüßt. KOMPASS ist eine Sicherheitsinitiative und steht für das KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel. Es ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die Städte und Gemeinden.

Vor dem Weilburger Rathaus (v.l.) Dr. Johannes Hanisch, Marcus Brambach, Martin Höhler, Tanja Geibert, Anna-Lena Eisel und Rainer Becker
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