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Waldstück am Windhof nach Kampfmittelräumung wieder freigegeben

Nachdem die Suche nach Kampfmitteln nun offiziell beendet ist, ist das Waldstück am Windhof für den Besucherverkehr wieder freigegeben. Forstamtsleiter Werner Wernecke und der zuständige Bereichsleiter Jürgen Stroh stellten den Abschlussbericht der Kampfmittelräumung vor. Demnach sind rund 135 Kilogramm Munition, verteilt auf dem 5,5 Hektar Waldareal, gefunden worden. Wernecke geht davon aus, dass die Munitionsreste aus der Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg stammen. Nicht alles sei auch gefährlich gewesen. Neben der Munition fand die zuständige Firma OBK aus Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern, auch jede Menge Metallmüll, darunter Cola-Dosen, Emaille-Kochtöpfe und Kanal-Deckel. Dennoch sei der überwiegende Teil der in rund 30 cm tiefem Erdboden gefundenen Munition noch scharf gewesen und hätte „jederzeit hochgehen können“, erklärt Jürgen Stroh. 30 Arbeitstage habe der Einsatz mit sechs bis acht Mitarbeitern gedauert. Akribisch wurde das Waldstück Stück für Stück mit Metallsonden abgegangen. Der Großteil der Munition wurde zur Entschärfung und Entsorgung nach Lauterbach transportiert. Zwei der Granaten mussten jedoch vor Ort kontrolliert gesprengt werden, da der Transport aufgrund der durchgerosteten Zünder zu gefährlich gewesen wäre. Die Kosten belaufen sich auf einen höheren fünfstelligen Betrag und werden von Hessen Forst getragen.

Das Waldstück musste vergangenes Jahr bereits gesperrt werden, nachdem Kinder dort eine 7,5 cm große Panzergranate gefunden haben und der Kampfmittelräumdienst des zuständigen Regierungspräsidiums Darmstadt das Gelände als munitionsverseucht eingestuft hatte. Es kann nicht sicher ausgeschlossen werden, dass sich weitere Munitionsreste aus Kriegszeiten an anderen Stellen Weilburgs befinden, daher der Appell der Mitarbeiter von Hessen Forst an die Bürgerinnen und Bürger, die Polizei umgehend zu informieren, sollten sie etwas Verdächtiges sehen und das Entdeckte nicht anzufassen.

„Wir sind froh, dass die Verkehrssicherheit wiederhergestellt ist“, sagt der Forstamtsleiter und dankt den Waldbesuchern, die sich den Einschränkungen gefügt hatten. Auch Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch ist dankbar, dass die Maßnahmen nun erfolgreich beendet werden konnten und glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Er dankt dem Hessen Forst für die schnelle Durchsetzung der Maßnahme und den Bürgern für Ihr Verständnis.