Im Bürgerhaus Bermbach ist jetzt ein großer Schritt für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit getan: Eine neue behindertengerechte und barrierefreie Toilette ist entstanden, damit Menschen mit körperlichen Einschränkungen noch leichter am Dorfleben teilhaben können. Das neue WC bietet ausreichend Platz sowie zusätzlich eine Wickelmöglichkeit für Babys.
Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch stellte gemeinsam mit Ortsvorsteher Kai Schmidt, Roger Schmidt und Carolin Freiberg vom städtischen Bauamt dem Inklusionsbeirat Thomas Schröder sowie Mitgliedern des Magistrates und des Ortsbeirates die fertiggestellte Baumaßnahme vor.
„Mit der stetigen Modernisierung unserer Bürgerhäuser und Dorfgemeinschaftshäuser erfüllen wir eine zentrale Daseinsvorsorge, denn sie sind ein wichtiger Ort für die Gemeinschaft in unseren Stadtteilen“, sagte Bürgermeister Dr. Hanisch. Man müsse die Gebäude den Bürgerinnen und Bürgern als Treffpunkt anbieten sowie mit Investitionen und Baumaßnahmen erhalten und an neue Anforderungen anpassen, ergänzte er.
Die Umsetzung der Maßnahme stellte im Bürgerhaus Bermbach eine besondere bauliche Herausforderung dar, da das Gebäude vergleichsweise klein ist. Um ausreichend Platz für das neue barrierefreie WC zu schaffen wurde die bestehende Wand zwischen Foyer und Stuhllager teilweise zurückgebaut. Anschließend entstanden zwei neue Wände in Holzrahmenbauweise, wodurch der Raum für das neue WC geschaffen werden konnte. Gleichzeitig wurde der neu entstandene Eingangsbereich saniert und der Zugang zum Hauptsaal an eine andere Stelle verlegt.
Rund 62.500 Euro wurden in die Maßnahme investiert. Die Bauarbeiten dauerten insgesamt etwa fünf Monate. Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch dankte den Gremien für die Unterstützung und den Mitgliedern des Ortsbeirates für die Begleitung der Maßnahme.
An den Arbeiten waren mehrere Firmen beteiligt: Den Abbruch übernahm der städtische Bauhof. Die Holzrahmenbauwände wurden von der H. u. W. Michel GmbH Zimmerei u. Sägewerk aus Elz erstellt. Für die Rohinstallation und Sanitärarbeiten war die Saal Haustechnik GmbH & Co. KG aus Runkel zuständig. Die Fliesenarbeiten führte Mario Lotz Fliesenlegermeister aus Mengerskirchen aus. Verputz- und Malerarbeiten übernahm Erle Baudekoration & Malerwerkstätte aus Grävenwiesbach. Die Elektroarbeiten erledigte der Bauhofelektriker, Schreinerarbeiten der Bauhofschreiner. Die Parkettarbeiten wurden von der Becker Parkett- und Fußbodentechnik GmbH aus Weinbach ausgeführt.
Die neue barrierefreie Toilette ist zugleich Teil eines umfassenderen Vorhabens der Stadt Weilburg: In den Bürgerhäusern mehrerer Stadtteile wurden bereits barrierefreie WC-Anlagen eingerichtet, weitere Bürgerhäuser befinden sich in Planung.