Neues Notstromaggregat im Rathaus ergänzt umfassende Maßnahmen
Seit August ist die neue Notstromanlage im Rathaus Weilburg in Betrieb und stellt sicher, dass die Verwaltung auch bei einem Stromausfall handlungsfähig bleibt. Da nahezu alle Verwaltungsprozesse digital laufen und sicherheitsrelevante Systeme wie Heizung, Aufzug, Kommunikations- sowie Brand- und Einbruchmeldeanlagen von einer stabilen Energieversorgung abhängig sind, würde ein Ausfall weitreichende Folgen haben.
Mit Investitionskosten von rund 161.500 Euro hat die Stadt eine vollautomatische Netzersatzanlage angeschafft. Der Dieselgenerator mit einer Leistung von 80 KVA springt bei Stromausfällen sofort an und versorgt das gesamte Rathaus ohne Unterbrechung weiter. Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch betonte, dass damit nicht nur die Funktionsfähigkeit der Verwaltung gesichert, sondern auch ein starkes Signal für Vorsorge und moderne Infrastruktur gesetzt werde.
Die neue Notstromversorgung reiht sich ein in eine ganze Serie von Maßnahmen, mit denen Weilburg seine Widerstandsfähigkeit im Katastrophenfall erhöht. So laufen derzeit in Drommershausen umfangreiche Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz. Mit Schächten und Erdwällen soll künftig Oberflächenwasser bei Starkregen aufgefangen und kontrolliert abgeleitet werden, um Überschwemmungen und Schäden an Straßen und Kanälen zu verhindern. Rund 280.000 Euro investiert die Stadt in dieses Projekt.
Darüber hinaus beteiligte sich Weilburg an der länderübergreifenden Hochwasserübung „Gilgamesch“. Über 100 Teilnehmer aus mehreren Kommunen probten den Ernstfall eines Extremhochwassers, bei dem Verwaltungsstäbe unter realistischen Bedingungen Entscheidungen zu Sperrungen, Warnungen und Versorgung treffen mussten. Die Übung zeigte, wie wichtig eine klare Organisation und schnelle Reaktionsfähigkeit im Katastrophenschutz sind.
„Ob Notstromversorgung, Hochwasserschutz oder Krisenübungen – all diese Maßnahmen zeigen, dass wir die Sicherheit unserer Bevölkerung sehr ernst nehmen und unsere Infrastruktur konsequent an die wachsenden Herausforderungen anpassen“, so Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch abschließend.