Stadt Weilburg und Tierschutz rufen zu verantwortungsvollem Umgang mit Wildtieren auf
Die Stadt Weilburg und der Tierschutzverein bedanken sich herzlich für die anhaltende Unterstützung und das Interesse am Wohlergehen der heimischen Wildtiere – insbesondere der Gänse und Warzenenten am Lahnufer.
Im Rahmen eines gemeinsamen Termins vor Ort informierten Weilburgs Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch und Vertreterinnen des Tierschutzes über aktuelle Entwicklungen rund um die Weilburger Gänsepopulation sowie die Situation der Warzenenten, die seit einiger Zeit ebenfalls an dem Weilburger Lahnufer leben.
Gänse gehören zu Weilburg
Die Gänse sind mittlerweile zu einem liebgewonnenen Symbol der Stadt geworden. Ein Vorfall im vergangenen Jahr, bei dem eine polizeiliche Mitteilung zur möglichen Umsiedlung der Gänse auf einen Gnadenhof für Aufregung sorgte, machte deutlich, wie sehr die Tiere den Menschen am Herzen liegen.
“Die Weilburger Gänse gehören einfach zu unserem Stadtbild. Insgesamt funktioniert das Miteinander von Menschen und Tier hier ausgezeichnet, da die Menschen Rücksicht auf die Gänse nehmen und der „Weilburger Gänsemarsch“ inzwischen überregional bekannt ist. Es war mir daher letzten Herbst sehr wichtig, zu entscheiden, dass die Gänse in Weilburg bleiben dürfen”, so Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch. Insbesondere im Straßenverkehr zeigt sich große Rücksichtnahme seitens der Bevölkerung – dafür sprach er ausdrücklich seinen Dank aus.
Fütterung bleibt zentrales Thema
Ein zentrales Anliegen des Treffens war der verantwortungsvolle Umgang mit der Fütterung der Tiere. Denn falsches Futter wie Brot, Pizza oder Süßigkeiten kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Der Tierschutz empfiehlt stattdessen einfache und gesunde Alternativen wie Haferflocken, klein geschnittene Äpfel oder Gemüse. „Die Tiere fressen natürlich alles, was ihnen angeboten wird. Aber genau wie bei Kindern heißt das nicht, dass es gesund ist“, erklärte Maren Manger vom Tierschutz Weilburg. Die Bevölkerung wird gebeten, auf artgerechtes Futter zu achten – und im Zweifel lieber ganz auf das Füttern zu verzichten.
Warzenenten suchen ein Zuhause
Besonderes Augenmerk gilt derzeit den Warzenenten, die vermutlich aus Privathaltung stammen und Ende letzten Jahres bei den Gänsen ausgesetzt worden sind. Die Warzenenten leiden oft unter dem harten Untergrund durch Splitt und Asphalt und haben daher mit Verletzungen an den Füßen zu kämpfen. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt hat sich der Tierschutz Weilburg um die Versorgung und Beobachtung der Tiere gekümmert. Nun werden dauerhafte Pflegestellen gesucht, damit es den Warzenenten besser geht. Die Warzenenten dürfen nicht geschlachtet werden und sollen in einem geschützten Umfeld leben dürfen. Der Tierschutzverein unterstützt hier bei der Vermittlung sowie mit passendem Futter und Beratung. Für Fragen zur Fütterung oder zur Aufnahme der Warzenenten als Pflegetier steht der Tierschutzverein Weilburg unter tierschutz_weilburg@web.de gerne zur Verfügung.